DRK und Feuerwehr Ahnatal trainieren gemeinsam die technische Rettung bei Verkehrsunfällen

Die Befreiung und Rettung verunfallter Personen stellt die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr oft vor große Herausforderungen. Eine besonders anspruchsvolle Übung hatte sich die Ahnataler Feuerwehr für ihre Kräfte und die des DRK Ahnatal ausgedacht: Eine eingeklemmte und schwerverletzte Person war aus einem in erheblicher Schräglage stehenden Kleinwagen zu retten. Dabei waren enorme eigensichernde Maßnahmen zu ergreifen, damit weder die Retter noch der PKW mit Insassen gefährdet werden. Innerhalb einer guten halben Stunde gelang es, unter ständiger Absprache aller Beteiligten, den "Verletzten" im Fahrzeug zu versorgen und so schonend wie möglich herauszuholen. Diese Einsatzübung brachte sowohl Rotkreuzler als auch Feuerwehrleute an ihre Grenzen, zeigte aber auch, dass durch ein gemeinsames und ruhiges Arbeiten im Team eine bestmögliche Hilfeleistung zum Wohle des Unfallopfers möglich ist. Vielen Dank an die Ahnataler Feuerwehrkameraden für die Einladung und den lehrreichen Ausbildungsabend. 

Katastrophenschützer absolvieren Stationstraining in Fritzlar

Im Rahmen eines sehr abwechslungsreichen Ausbildungstages trainierten am vergangenen Samstag Einsatzkräfte des 2. Sanitätszuges Kreis Kassel verschiedene Hilfeleistung-Szenarien zusammen mit der Bundeswehr. Auf Einladung der Reservisten-Kreisgruppe Kurhessen begaben sich die DRK-Kräfte aus Ahnatal, Kaufungen und Helfer der Rettungshundestaffel mit vier Fahrzeugen per Marschverband zum Bundeswehrstandort nach Fritzlar. Dort wurden im Rahmen eines sehr gut organisierten Tages Bereiche der allgemeinen Rettung und Patientenversorgung, Löschen von brennenden Personen, spezielle Atemwegssicherung und Reanimation aber auch die Bewältigung einer speziellen Einsatzlage (Terrorlage) unter größtem Eigenschutz (HEIKAT) trainiert. Die sogenannte zivilmilitärische Zusammenarbeit, bisher vielen nur aus der Theorie bekannt, konnte hier sehr praxisnah und vor allem realistisch geprobt werden. Unter der Gesamtleitung von Jan-Niklas Glusa und Dennis Heer, Zugführung des Sanitätszuges, konnten die DRK Helfer von einem ausgesprochen interessanten Tag profitieren. Vielen Dank für den herzlichen Empfang und die Organisation des Trainings an den Reservistenverband der Bundeswehr und die Gastfreundschaft in Fritzlar! Wir freuen uns auf eine Fortsetzung.

Englischstunde beim Roten Kreuz?

Durch die Vielzahl internationaler Veranstaltungen, bei denen wir Sanitätsdienst leisten, gibt es immer wieder auch Kontakt zu Menschen, die kein Deutsch sprechen. Insbesondere beim alljährlich auch in Ahnatal stattfindenden BMX 3-Nations-Cup sind viele Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland oder weiter entfernten Ländern zu Gast, bei denen es fast ausschließlich möglich ist, in Englisch zu kommunizieren. Daher bestand der große Wunsch aus den Reihen der Aktiven, hier die Kenntnisse mit dem Schwerpunkt "Medizin" aufzufrischen. Unter der Leitung von Jan-Niklas Glusa, Lehramt-Student und leidenschaftlicher USA-Reisender, bekamen im Vorfeld zunächst alle Sanitäter eine Vokabelliste zur Orientierung, am Bereitschaftsabend wurden in wechselnden Teams leichte und schwere Fallbeispiele zusammen mit Arzt Christian Feine "durchgespielt", dabei mit dem Patienten gesprochen, ihn befragt und vor allem beruhigt - alles ausschließlich in Englisch. Was zunächst von Zurückhaltung geprägt war, nichts Falsches sagen oder eine "unkorrekte" Vokabel benutzen zu wollen, entwickelte sich nach und nach hin zum medizinischen Schwerpunkt, das Sprechen verselbstständigte sich zunehmends, so dass teilweise sogar im Team untereinander gar nicht mehr deutsch gesprochen wurde. Ein sehr gelungener und sicher nicht alltäglicher Ausbildungsabend, der die Einsatzkräfte zwar noch mehr als üblich gefordert hat, aber allen großen Spaß bereitete.

 

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Spagat zwischen Ahnatal und Hamburg geglückt

Als vor zweieinhalb Wochen der "Notruf" von den norddeutschen BMX-Sportlern, der RG Hamburg, kam, weil der dortige Sanitätsdienst zum dritten Mal in Folge nicht zur Verfügung stand, war schnell klar: Da helfen wir wieder gern aus, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht ganz klar war, wie wir das organisieren sollten. Denn zeitgleich veranstaltete der FTSV Heckershausen zum 40. Mal den Nationalen Abendvolkslauf, der ebenfalls eine Vielzahl unserer Einsatzkräfte erforderte. Doch eine geschickte Aufteilung von Helfern, Material und Fahrzeugen und eine kurzfristige Hilfe durch den DRK Ortsverein Niestetal ließen eine fachgerechte Betreuung beider Veranstaltungen zu. So konnte das "Ahnataler" Team unter der Leitung von Mabel Stuewer und das "Hamburger" unter der von Timo Heinzemann die ihnen gestellten Aufgaben sehr gut bewältigen. Während der Volkslauf in Anfahrt und Ausrüstung etwas einfacher zu betreuen war, stellte die BMX-Bundesliga-Veranstaltung das Vorbereitungsteam im Hinblick auf Strecke, Zeitmanagement und das Mitführen von Material und Fahrzeugen die Einsatzkräfte schon eher vor eine Herausforderung. Da dies aber nicht das erste Mal war, gab es auch keinerlei Probleme. Vielen Dank auf diesem Weg an das mittlerweile uns sehr freundschaftlich verbundene Hamburger Team um Uli und Tom Kurowski, das uns den Abschied am Sonntagmittag doch recht schwer machte. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Ahnatal auf "unserer" BMX-Arena und die genau so angenehme Zusammenarbeit mit der Mannschaft um Heike und Carsten Rövenstrunk! Vielen Dank aber auch dem FTSV Heckershausen in Person von Organisator Norbert Paar für das ebenfalls 40jährige, vertrauensvolle Miteinander beim Volkslauf.