Einsatzabteilung übt Anlegen von Schutzbekleidung

Da die Ahnataler DRK Einsatzkräfte nicht nur Verletzten sondern unter Umständen auch Kranken helfen müssen, steht insbesondere der hohe Eigenschutz der Helferinnen und Helfer im Vordergrund. Vor allem beim Ausbruch von Infektionserkrankungen, bei denen eine Vielzahl von Personen betroffen sein kann, gilt es, besonnen und unter Zuhilfenahme geeigneter Schutzmaßnahmen tätig zu werden. Im Rahmen eines Ausbildungsabschnittes wurde das Anlegen eines sogenannten Infektionsschutzanzuges, entsprechender Handschuhe und Stiefelüberzüge, Schutzbrille und spezieller Mund-Nasenmaske geübt. Dabei geht es nicht um Schnelligkeit sondern um höchste Sorgfalt, um die eingesetzte Rettungskraft in höchstem Maße zu schützen. Die entsprechende Ausrüstung wird vom Ahnataler DRK auf dem Gerätewagen Sanität, der im Jahr 2012 vom Bund ausgeliefert wurde und am Standort des Rotkreuzhauses im Ortsteil Heckershausen vorgehalten wird, ständig mitgeführt, um entsprechend schnell reagieren zu können.

 

Ahnataler DRK dankt großzügigen Spendern

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde dankten die Aktiven der Bereitschaft und der Vorstand des Ortsvereins denjenigen, die die Beschaffung von 25 neuen Schutzhelmen erst ermöglicht haben: Einzelpersonen und Kreditinstitute aus der Region, ohne die eine zeitgemäße Rotkreuzarbeit zum Wohle anderer Menschen nahezu undenkbar wäre. Dabei unterstrich die Vorsitzende Angelika Glusa, die gleichzeitig noch ihre Neujahrswünsche überbrachte, wie wichtig dieser Teil der sogenannten persönlichen Schutzausrüstung sei. Frank Günther, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Ahnatal und verantwortlich für den Bereich Katastrophenschutz, erläuterte die Entwicklung des Kopfschutzes anhand von Helmen aus den letzten 60 Jahren. Die Wahl fiel bewusst auf ein etwas komfortableres Modell, weil gerade im Katastrophenschutz  längere Tragezeiten nur durch eine hohe Passgenauigkeit für den Träger zu tolerieren seien. Dabei waren allerdings auch Merkmale wie das integrierte Visier/ Brille und ein Nackenschutz von Bedeutung, sind diese doch bei Einsätzen die dichter im Gefahrenbereich stattfinden, von größerer Wichtigkeit. Timo Heinzemann, als Bereitschaftsleiter für die aktive Arbeit verantwortlich, gab einen kurzen Abriss über die Häufigkeit und die Art der Einsätze, die die freiwilligen Helferinnen und Helfer für andere leisten. Die Spender, die fast vollzählig der Einladung gefolgt waren, zeigten sich interessiert über die Rotkreuzarbeit und erfreut, dass diese Investition in die Zukunft offensichtlich eine Herzensangelegenheit bei den Ehrenamtlichen war. Neben der Sparda-Bank, die bereits im November eine Zuwendung überreicht hatte, waren an diesem Abend Martin Scheidler (Kasseler Sparkasse, 1000,- €), Thorsten Immelnkämper (Raiffeisenbank HessenNord eG, 700,- €), Christoph Keil (Bestattungshaus Keil 200,- €) und Zahnarzt Dr. C.H. Fried (100,- €) gekommen. Verhindert waren Malermeister Holger Eckhardt (100,- €) und die Hausarztpraxis Dres. Ulrike Schachl-Pröpper und Kollegen (50,- €).

Von links nach rechts: Martin Scheidler (Kasseler Sparkasse), Thorsten Immelnkämper (Raiffeisenbank HessenNord eG), Zahnarzt Dr. C.H. Fried, Christoph Keil (Bestattungshaus Keil), Schatzmeister Klaus-Dieter Günther, Vorsitzende Angelika Glusa und eine Abordnung der Aktiven des DRK Ortsvereins Ahnatal.  

Mabel Stuewer absolviert letzte Stufe der hessischen Anerkennung

Im Rahmen einer sogenannten Anpassungsprüfung bestand die Ahnataler Notfallsanitäterin die Qualifikation zur Gruppenführerin im Katastrophenschutz und verstärkt nunmehr das Gruppenführer-Team als erste (und sicher nicht einzige) Frau. Die insgesamt 70 Stunden umfassende Ausbildung wurde in einem anderen Bundesland absolviert, durch die erfolgreiche Teilnahme an der (erneuten) Abschlussprüfung aber in Hessen gültig. Somit kann Mabel Stuewer eine Gruppe, beispielsweise im Sanitätszug oder der Medizinischen TaskForce, im Einsatz führen und im Rahmen der Ernennung das unten abgebildete Abzeichen tragen. Wir gratulieren sehr herzlich und freuen uns außerordentlich über die Bereicherung des Ahnataler Führungsteams!

Intensivtraining auf wenigen Quadratmetern

Im Rahmen des jährlich stattfindenden, praxisnahen Trainings übten die Helferinnen und Helfer der aktiven Bereitschaft in Zweierteams die Versorgung von Verletzten und Erkrankten im OV eigenen Krankentransportwagen (KTW). Dabei waren verschiedene Fallbeispiele unter Beteiligung einer Notfallsanitäterin realitätsnah und in Echtzeit "abzuarbeiten". Hierbei hatten diese nicht nur eine strukturierte Diagnostik und, wo nötig, eine Therapie einzuleiten, sondern auch das rasche Orientieren im Fahrzeug zu trainieren. Unter den kritischen Augen von Beobachtern und mithilfe einer Videodokumentation konnten im Anschluss das Geleistete von allen Beteiligten besprochen und ggf. Verbesserungen abgeleitet werden. Vielen Dank an die Mimen Luisa Hornschuh und Amelie Lieberknecht für die Patientendarstellung, Timo Heinzemann und Isabel Dux für die exzellente Übungsaus- und vorbereitung und natürlich an Mabel Stuewer, die als begleitende Notfallsanitäterin jedes einzelne Teamtraining betreute.