DRK Ahnatal bildet Schulsanitäter aus

Während eines dreitägigen Kurses, bestehend aus einem Erste Hilfe-Lehrgang und verschiedenen, praxisnahen Workshops, bildeten aktive Mitglieder des Ortsvereins Ahnatal im Deutschen Roten Kreuz 17 Schülerinnen und Schüler am Kasseler Friedrichsgymnasium als sogenannte Schulsanitäter aus, die im Notfall anderen Mitschülern Erste Hilfe leisten und darüber hinausgehende Maßnahmen einleiten, um so die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wertvoll überbrücken zu können. Manchmal sind es allerdings auch "nur" kleinere Hilfeleistungen, wie das Kleben eines Pflasters oder der Betreuung bis zur Abholung durch die Eltern, die ebenfalls den Einsatz der "Schulsanis" erfordern und genauso wichtig sind. Ein großes Team engagierter Schülerinnen und Schüler wurde hierfür vormittags durch Mabel Stuewer in Erster-Hilfe ausgebildet, die Trainings und Abschlussübungen führten Johannes Lieberknecht, Jan-Niklas Glusa, Timo Heinzemann und Frank Günther durch. 

(Foto: Eckhard Lieberknecht)

Wochenendkurs Erste Hilfe

Am vergangenen Wochenende tauschten Sportlerinnen und Sportler aus fünf Vereinen ihre gewohnte Wirkungsstätte auf dem Sportplatz oder der BMX-Arena gegen den Schulungsraum des DRK Ortsvereins Ahnatal in dessen Rotkreuzhaus. Aus den Reihen des FTSV Heckershausen, des SVW 06 Ahnatal, der JSG Ahnatal, des RSC Weimar-Ahnatal und des CSC 03 nahmen insgesamt 17 Mitglieder an diesem Kurs teil. Unter der Leitung von Erste Hilfe-Ausbilderin und Notfallsanitäterin Mabel Stuewer wurden die Teilnehmer zunächst in Grundlagen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen und Ersten Hilfe theoretisch geschult, konnten das Gelernte im Anschluss aber auch praktisch anwenden. Dabei stand   stets die gute Atmosphäre im Vordergrund, die sichtbar zum Erfolg des Kurses beitrug. Der RSC Weimar-Ahnatal, den schon seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit  mit dem DRK verbindet, hatte diesen Kurs initiiert, um bei Unfällen außerhalb von offiziellen Renn- oder Sportveranstaltungen auch selbst Erste Hilfe leisten zu können. Ein wirklich gelungener Ausbildungstag, der allen viel Freude gemacht hat.

(Bild-/ Veröffentlichungsrechte: Carsten Rövenstrunk, RSC Weimar-Ahnatal)

Einsatzabteilung übt Anlegen von Schutzbekleidung

Da die Ahnataler DRK Einsatzkräfte nicht nur Verletzten sondern unter Umständen auch Kranken helfen müssen, steht insbesondere der hohe Eigenschutz der Helferinnen und Helfer im Vordergrund. Vor allem beim Ausbruch von Infektionserkrankungen, bei denen eine Vielzahl von Personen betroffen sein kann, gilt es, besonnen und unter Zuhilfenahme geeigneter Schutzmaßnahmen tätig zu werden. Im Rahmen eines Ausbildungsabschnittes wurde das Anlegen eines sogenannten Infektionsschutzanzuges, entsprechender Handschuhe und Stiefelüberzüge, Schutzbrille und spezieller Mund-Nasenmaske geübt. Dabei geht es nicht um Schnelligkeit sondern um höchste Sorgfalt, um die eingesetzte Rettungskraft in höchstem Maße zu schützen. Die entsprechende Ausrüstung wird vom Ahnataler DRK auf dem Gerätewagen Sanität, der im Jahr 2012 vom Bund ausgeliefert wurde und am Standort des Rotkreuzhauses im Ortsteil Heckershausen vorgehalten wird, ständig mitgeführt, um entsprechend schnell reagieren zu können.

 

Ahnataler DRK dankt großzügigen Spendern

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde dankten die Aktiven der Bereitschaft und der Vorstand des Ortsvereins denjenigen, die die Beschaffung von 25 neuen Schutzhelmen erst ermöglicht haben: Einzelpersonen und Kreditinstitute aus der Region, ohne die eine zeitgemäße Rotkreuzarbeit zum Wohle anderer Menschen nahezu undenkbar wäre. Dabei unterstrich die Vorsitzende Angelika Glusa, die gleichzeitig noch ihre Neujahrswünsche überbrachte, wie wichtig dieser Teil der sogenannten persönlichen Schutzausrüstung sei. Frank Günther, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Ahnatal und verantwortlich für den Bereich Katastrophenschutz, erläuterte die Entwicklung des Kopfschutzes anhand von Helmen aus den letzten 60 Jahren. Die Wahl fiel bewusst auf ein etwas komfortableres Modell, weil gerade im Katastrophenschutz  längere Tragezeiten nur durch eine hohe Passgenauigkeit für den Träger zu tolerieren seien. Dabei waren allerdings auch Merkmale wie das integrierte Visier/ Brille und ein Nackenschutz von Bedeutung, sind diese doch bei Einsätzen die dichter im Gefahrenbereich stattfinden, von größerer Wichtigkeit. Timo Heinzemann, als Bereitschaftsleiter für die aktive Arbeit verantwortlich, gab einen kurzen Abriss über die Häufigkeit und die Art der Einsätze, die die freiwilligen Helferinnen und Helfer für andere leisten. Die Spender, die fast vollzählig der Einladung gefolgt waren, zeigten sich interessiert über die Rotkreuzarbeit und erfreut, dass diese Investition in die Zukunft offensichtlich eine Herzensangelegenheit bei den Ehrenamtlichen war. Neben der Sparda-Bank, die bereits im November eine Zuwendung überreicht hatte, waren an diesem Abend Martin Scheidler (Kasseler Sparkasse, 1000,- €), Thorsten Immelnkämper (Raiffeisenbank HessenNord eG, 700,- €), Christoph Keil (Bestattungshaus Keil 200,- €) und Zahnarzt Dr. C.H. Fried (100,- €) gekommen. Verhindert waren Malermeister Holger Eckhardt (100,- €) und die Hausarztpraxis Dres. Ulrike Schachl-Pröpper und Kollegen (50,- €).

Von links nach rechts: Martin Scheidler (Kasseler Sparkasse), Thorsten Immelnkämper (Raiffeisenbank HessenNord eG), Zahnarzt Dr. C.H. Fried, Christoph Keil (Bestattungshaus Keil), Schatzmeister Klaus-Dieter Günther, Vorsitzende Angelika Glusa und eine Abordnung der Aktiven des DRK Ortsvereins Ahnatal.