Rettungskräfte aus Ahnatal, Vellmar und Fuldatal übten gemeinsam

Bei einer regionalen Übung, bei der neben DRK-Einsatzeinheiten auch Feuerwehren aus Vellmar und Espenau beteiligt waren, wurde am vergangenen Samstagabend der Betrieb einer angenommenen Behandlungsstelle trainiert, da durch tagelange Regenfälle die Infrastruktur rund um das Einsatzgebiet zusammengebrochen war. Im Rahmen dieser Problematik kam es zu einem fiktiven Großbrand auf einem Bauernhof, bei der zahlreiche Verletzte zu beklagen waren. Da es keine Möglichkeit gab, die Patienten zeitnah in nahegelegene Kliniken zu bringen, musste die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK Ahnatal, bestehend aus dem Einsatzleitwagen, dem Krankentransportwagen und dem Gerätewagen Sanität, für die längerfristige Betreuung der Betroffenen sorgten. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit den Kräften des DRK Vellmar, die mit dem Einsatzleitwagen des Betreuungszuges und einem zusätzlichen Krankentransportwagen ausgerückt waren. Ebenfalls an der Einsatzstelle war der Zugführer des Betreuungszuges (Schauenburg). Unterstützung kam zudem von der Technikgruppe des DRK Fuldatal-Ihringshausen, die für Strom und Licht sorgte. Die Leitung der Behandlungsstelle übernahm Gruppenführerin Mabel Stuewer, die Leitung der SEG Zugführer Dennis Heer. Eine sehr gut vorbereitete Übung, für die wir uns herzlich bei dem Kameraden vom DRK Vellmar bedanken, danke aber auch an die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Vellmar (Übernahme des Espenauer Brandsicherheitsdienstes), Immenhausen und Espenau für die gute Zusammenarbeit.

(vlnr: Zugführer Dennis Heer, Isabel Dux und am Funk Frank Heinrich)

(Fahrzeugkolonne im Bereitstellungsraum. Vlnr: Einsatzleitwagen und Gerätewagen Sanität aus Ahnatal, Gerätewagen Technik mit Notstromanhänger aus Fuldatal und Betreuungskombi des Betreuungszuges aus Schauenburg)

Letztes BMX-NordCup-Rennen erfolgreich beendet 

Gewohnt routiniert betreuten die Ahnataler DRK Kräfte den letzten Lauf in diesem Jahr, der am vergangenen Wochenende auf der BMX-Arena des RSC Weimar-Ahnatal stattfand. Dabei konnte erstmalig die überarbeitete Strecke im Echtbetrieb getestet werden. Insgesamt 32 Helferinnen und Helfer sorgten unter der bewährten Führung von Bereitschaftsleiter Timo Heinzemann für eine reibungslose Versorgung im Hintergrund der Veranstaltung. Glücklicherweise gab es keine ernsten Verletzungen, insgesamt lag die Zahl der gesamten Hilfeleistungen ebenfalls erfreulich niedrig. Somit ähnelte die Veranstaltung den betreuen NordCup-Rennen der vergangenen Jahre in Hamburg und Ahnatal, mit einem kleinen Unterschied: An diesem Wochenende hatten wir sieben unserer 15 (!) neuen Helferinnen und Helfer als Praktikanten mit dabei, die somit die Möglichkeit hatten, erste Erfahrungen mit dienstälteren Rotkreuzlern zu sammeln und sich (weiter) ins Team zu integrieren. Vielen Dank an Ria, Paula, Frank, Philipp, Jonas, Nikolas und Amelie für Euren Einsatz und an die erfahrenen Helfer für die gelungene Integration. Danke aber auch an Carsten Rövenstrunk und den RSC Weimar-Ahnatal für das schöne Radsport-Event!

Intensive Übung für Ahnataler DRK-Kräfte

Ein sehr intensives Übungsprogramm absolvierten Sanitäter und Führungskräfte des DRK Ortsvereins unter teilweiser Beteiligung anderer Rotkreuzler am vergangenen Wochenende. Beginnend mit der fiktiven Versorgung von Verletzten nach der Detonation einer gefundenen Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg wurden die Teileinheiten des 2. Sanitätszuges Kreis Kassel am späten Freitagabend auf den Plan gerufen. Unter der Leitung von Dennis Heer und Jan-Niklas Glusa erfolgte die Alarmierung der Teams aus Söhrewald, Kaufungen, Vellmar und Ahnatal, um im Bereich des Bühls eine sogenannte strukturierte Patientenablage aufzubauen und zu betreiben. Diese ist erforderlich, um bei einem geschehenen Unglück schnell Ordnung in das Einsatzgebiet zu bringen und dafür zu sorgen, dass anschließend den Betroffenen zügig geholfen werden kann. Die Herausforderung ist und bleibt dabei, dass verschiedene Teileinheiten innerhalb kürzester Zeit strukturiert zusammenwirken müssen. Dies hat nach Auffassung der Zugführung sehr gut geklappt, zudem stand der komplette Sanitätszug innerhalb von 30 min. nach erfolgter Alarmierung am Ahnataler Rotkreuzhaus vollständig zur Verfügung.

Am nächsten Samstagvormittag beteiligte sich ein Team der Ahnataler DRK-Helfer mit seinem Krankentransportwagen an der Abschlussübung "Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen (THVU)". Diese wird regelmäßig mit anderen Feuerwehren des Landkreises Kassel auf dem Hof des Ahnataler Feuerwehrhauses durchgeführt und bindet verschiedene Einsatzkräfte gleichzeitig ein. Hier übernehmen die Ahnataler stets den Part des Regelrettungsdienstes. Wie bei den bisherigen THVU-Ausbildungen klappte auch diesmal die Zusammenarbeit mit den Kameraden der Feuerwehr wieder sehr gut.

Den Abschluss bildete eine Großübung des Kreises Kassel, bei der der Schwerpunkt im Beseitigen und Sichern von Gefahrgut nach einem Unfall in einem größeren Betrieb ging. Zu diesem Zweck wurde, neben verschiedenen Feuerwehren des Landkreises Kassel, dem ASB-Regelrettungsdienst aus Lohfelden und dem Ahnataler DRK Krankentransportwagen, auch die sogenannte Analytische TaskForce (ATF) der Dortmunder Feuer zum fiktiven Einsatzort nach Lohfelden gerufen. In Abstimmung mit der leitenden Notärztin Mona Feine aus Hofgeismar begannen die Ahnataler, eine strukturierte Patientenablage zu errichten und mit den Kollegen zu betreiben. Aufgrund der heißen Witterung wurde die Übungsveranstaltung zum Schutz der eingesetzten und in den Schutzanzügen unter enormer Belastung stehenden Feuerwehrkräfte allerdings vorzeitig abgebrochen. 

70 Jahre Genfer Abkommen

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, hat die Bedeutung der Genfer Abkommen gewürdigt, die vor 70 Jahren am 12. August 1949 abgeschlossen wurden. „Die Genfer Abkommen sind ein Meilenstein des humanitären Völkerrechts, weil sie das Verhalten der Konfliktparteien regeln, um das menschliche Leiden in bewaffneten Auseinandersetzungen so gering wie möglich zu halten“, sagte Hasselfeldt. Diese Regeln müssten allerdings auch eingehalten werden, mahnte die DRK-Präsidentin an. „Es ist besorgniserregend, dass in vielen Konfliktgebieten das humanitäre Völkerrecht verletzt wird, indem Zivilpersonen, humanitäre Helfer oder Gesundheitseinrichtungen angegriffen werden“, erklärte Hasselfeldt. Allein im vergangenen Jahr seien weltweit insgesamt 155 humanitäre Helfer im Einsatz getötet worden. Besonders problematisch sei die Situation in Ländern wie Syrien, Südsudan und Afghanistan.

Die vier Genfer Abkommen von 1949 sind für sämtliche Staaten verbindlich. Sie schützen insbesondere verwundete, kranke oder gefangene Soldaten und Zivilpersonen.  Eine herausragende Errungenschaft der Genfer Abkommen ist die Regelung für nicht-internationale bewaffnete Konflikte: Die Staaten konnten sich erstmals auf ein Ergebnis für Situationen einigen, in denen nicht alle Konfliktparteien Staaten sind. Hier gilt unter allen Umständen ein Mindeststandard an Menschlichkeit. Auch auf neue Entwicklungen und Situationen – wie etwa den Einsatz von Drohnen oder Cyberkriegsführung – kann das humanitäre Völkerrecht angewendet werden. „Die Aktualität der Genfer Abkommen ist heute nicht geringer als vor 70 Jahren“, sagte Hasselfeldt. Basierend auf den Genfer Abkommen leisten Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften humanitäre Hilfe in bewaffneten Konflikten oder helfen mit dem Suchdienst bei der Familienzusammenführung. Das Emblem des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes dient dabei den weltweit über 14 Millionen haupt- und ehrenamtlichen Helfern der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung als Schutzzeichen in bewaffneten Konflikten.

Die Bewegung sei aufgrund ihrer humanitären Aufgaben in besonderer Weise den Grundsätzen der Unparteilichkeit und Neutralität verpflichtet, sagte Hasselfeldt. „Denn nur durch diese Unparteilichkeit und Neutralität können wir in bewaffneten Auseinandersetzungen eine hohe Akzeptanz bei allen Konfliktparteien erreichen, um humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung zu organisieren. Ohne  die Genfer Abkommen wäre diese Hilfe gar nicht möglich“, erklärte die DRK-Präsidentin.

Mehr über die Genfer Abkommen unter https://www.drk.de/Genfer-Abkommen

 

(Bildquelle: Schweizerisches Rotes Kreuz, Textquelle: DRK)